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Die DIN 1946-6 und der KLIMAGRIFF®

Die Klimaschutzziele der Bundesrepublik Deutschland zeigen seit Jahren erste Folgen – manche sind allerdings problematisch. Neubauten und energieeffizient sanierte Bestandsbauten weisen zum Beispiel aufgrund ihrer erhöhten Dichtigkeit ein Risiko für Schimmelbildung auf, da die Luftfeuchtigkeit nicht mehr durch Ritzen und Fugen entweichen kann. Dieser Effekt ergänzte nämlich bislang das Lüften der Wohnungsnutzer. 

Unsichere Rechtslage 

Die Frage nach dem richtigen Lüften beschäftigt auch die Gerichte. Dabei fällte der Bundesgerichtshof (BGH) am 18. April 2007 ein bemerkenswertes Urteil (VIII ZR 182/06). Demnach reiche in einer 30 m² großen Wohnung, die von zwei Personen genutzt werde, ein zweimaliges Stoß- beziehungsweise Querlüften aus. Seltsam – zumindest aus der Sicht des Laien – ist, dass mit diesem Urteil keine rechtsverbindlichen Fakten geschaffen wurden, kamen doch Amts-, Landes- und Oberlandesgerichte in der Folgezeit quer durch die Republik zu vom BGH abweichenden Urteilen.

Was also tun, um dem erhöhten Feuchtigkeits- und Schimmelrisiko durch gezieltes Lüften Herr zu werden? Eine Möglichkeit besteht in der Umsetzung der DIN 1946-6. Diese soll in ihrer Neufassung vom Mai 2009 die Belüftung von Wohngebäuden regeln. Demnach soll ein Lüftungskonzept für Neubauten und energieeffizient sanierten Bestandsbauten erstellt werden. In diesem Konzept sollen vier Lüftungsstufen – Lüftung zum Feuchteschutz, Reduzierte Lüftung, Nennlüftung und Intensivlüftung – berücksichtigt werden.

Keine anerkannte Regel 

Mit der Unterteilung in vier Lüftungsstufen fangen die Probleme mit der DIN 1946-6 bereits an. „Unter Experten“, kritisiert zum Beispiel Herbert Gottschalk vom TÜV Süd im Dezember 2016 im TGA Fachplaner, „gilt DIN 1946-6 aufgrund offener und teils auch widersprüchlicher Passagen mindestens in entscheidenden Teilen nicht als anerkannte Regel der Technik.“ Während die erste Lüftungsstufe nutzerunabhängig erfolgen soll, ist bei den drei anderen Lüftungsstufen eine aktive Lüftung durch den Nutzer – was die DIN 1946-6 eigentlich ausschließen soll – vorgesehen.

Nutzerunabhängig arbeiten beispielsweise Klimaanlagen. Doch rechnet sich der Einbau eines solchen Lüftungssystems immer? Zwei Gründe sprechen unter Umständen dagegen. Zum einen liegt der Preis pro Wohneinheit bei rund 15.000 Euro. Auch warnen Experten wie Gottschalk vor einer „möglichen Überdimensionierung von Lüftungssystemen.“ Eine preisgünstige Alternative stellt der KLIMAGRIFF® dar, der allerdings nutzerabhängig ist. Ist er deshalb mit einem Lüftungskonzept gemäß DIN 1946-6 nicht kompatibel?

Nicht der Gutachter entscheidet, sondern der Bauherr 

Die Behauptung, der KLIMAGRIFF® ersetze das Lüftungskonzept nicht (wie Enbausa verallgemeinernd darstellte), ist zwar an sich richtig, aber dennoch eine Nonsensformulierung, denn genauso wenig ersetzen Fensterfalzlüfter, Abluftventilatoren, Klimaanlagen und andere Instrumente zur Erfüllung der DIN 1946-6 ein solches Konzept. Sie werden lediglich in ein solches eingebunden. Ein Lüftungskonzept ist die Vorstufe der Entscheidung darüber, ob der Einbau einer Lüftungsanlage überhaupt notwendig ist. Doch nicht nur das. Soll ein Bestandsbau saniert werden und ein Gutachter zu dem Schluss kommt, eine Lüftungsanlage im Rahmen der Sanierung zu empfehlen, liegt die Entscheidung, ob der Empfehlung überhaupt Folge geleistet wird, allein beim Bauherren.

Rechtlich zwingen kann den Bauherren nämlich niemand. „Durch diese DIN [wird] nicht eine mietvertragsrechtliche Verpflichtung begründet. Es besteht aber die Möglichkeit, dass durch die künftige Anwendung der DIN im Segment der neueren Wohnung ein Standard begründet wird, der zum mietrechtlich geschuldeten vertragsgemäßen Gebrauch nach Paragraf 535 BGB führen kann“, erläutert Rechtsanwalt Helmut Mohr ebenfalls im Dezember 2016 im Modernisierungsmagazin.

Kostengünstige Lösung

Bauherren, die eine kostengünstige Lösung für die Umsetzung eines Lüftungskonzeptes und die Auflösung der Widersprüche gemäß DIN 1946-6 suchen, sollten den Einbau des Aeromat Fensterfalzlüfters und des KLIMAGRIFFS® ins Auge fassen. Der Aeromat Fensterfalzlüfter funktioniert nutzerunabhängig und erfüllt die erste Lüftungsstufe (Lüftung zum Feuchteschutz). Mit dem KLIMAGRIFF® können Bauherren die Lüftungsstufen zwei bis vier (Reduzierte Lüftung, Nennlüftung und Intensivlüftung), die ohnehin nutzerabhängig sind, abdecken. Somit kommt die Kombination einem bedarfsgerechten Lüftungssystem ziemlich nahe.

Für das Lüftungskonzept müssen zudem Parameter wie Dämmstandards oder Windgebiete berücksichtigt werden. Diese Parameter werden im KLIMAGRIFF® abgefragt und programmiert. Darum beinhaltet der KLIMAGRIFF® in sich schon die für ein Lüftungskonzept relevanten Daten. Interessant wird dies für Wohneinheiten, in denen ein nutzerunabhängiges Lüftungssystem mit nutzerabhängigem Lüften kombiniert wird.

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Georg Meyer
Georg Meyer
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