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Trotz Jahrhundert-Unwetter weniger Blitze

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Der Klimawandel wirft viele Fragen auf. Steigt der Meeresspiegel? Gibt es viele in Trockenzonen noch mehr Dürreperioden? Wie wirken sich die Klimaveränderungen auf die gemäßigten Zonen aus? Gerade die letzte Frage stellt sich nach den massiven Unwettern, die im Mai und Juni 2016 auf Nordrhein-Westfalen und Bayern niedergingen.

Niedrigster Wert seit 1999

Hunderte Blitze am verdunkelten Himmel, gefolgt von schwerem Donnern und sintflutartigen Regenfällen – die Menschen in Hamminkeln, Schwäbisch-Gmünd und im Landkreis Rottal-Inn litten im vergangenen Jahr besonders unter den Unwettern. Die Wärmegewitter forderten ihren Tribut. Kleine Flüsse verwandelten sich in reißende Ströme, Straßen wurden überflutet, viele Menschen verloren ihr Zuhause. Die Zahl der toten lag bei elf.

Im Gegensatz dazu weist die Statistik aus, dass im gesamten Jahr 2016 lediglich 431.644 Blitze in ganz Deutschland niedergingen. Das ist der niedrigste Wert seit 1999, wie der Blitz-Informationsdienst von Siemens (Blids) belegt. Die Süddeutsche Zeitung hatte darüber am 13. Juli berichtet. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 verzeichnet Blids einen Spitzenwert von 1.138.504 Blitzen. Blids erstellt darüber hinaus einben Blitz-Atlas, anhand dessen man die Blitzdichte pro Quadratmeter ablesen kann. Die höchste Dichte erreicht dabei der Kreis Wesel, in dem auch Hamminkeln liegt. Hier lag im vergangen Jahr die Dichte bei 4,13 Blitzen pro Quadratmeter.

Komplexer Zusammenhang

Der Rückgang der Blitze steht im Widerspruch zu der Theorie, dass die Zahl der Gewitter mit dem Klimawandel zunehmen wird. Doch vorschnelle Schlüsse sind mit Vorsicht zu genießen. Dafür sei der Komplex Temperaturanstieg und Gewitterhäufigkeit zu komplex, worauf der Diplom-Metrologe Arne Spekat vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung gegenüber der Süddeutschen Zeitung hinweist: „Der Mechanismus für die Entstehung von Gewittern ist für die Gegenwart bekannt. Aber für die Zukunft enthalten die Modelle große Unsicherheiten.” Der Einfluss der globalen Erwärmung auf die oberen Luftschichten der Stratosphäre ist noch unbekannt.

Klar ist aber, dass trotz der abnehmenden Blitzdichte in Deutschland sintflutartige Unwetter zunehmen. Kein Wunder. Durch den Klimawandel steigen die Durchschnittstemperaturen. Und je wärmer die Luft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann sie speichern. In diesem Zusammenhang steigen auch die Taupunkttemperaturen und somit das Risiko für Sommerkondensation.


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