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Troglage über Norddeutschland

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Die Überschwemmungen, die es Ende Juli in Norddeutschland gegeben hat, zeugen davon: Der Sommer war (bisher) sehr nass. Vor allem Starkregenfälle sind ein Indiz für den Klimawandel. Allerdings ist das Thema sehr komplex. Der Klimawandel allein reicht für Regenfälle dieser Art nicht aus. Eine Ursache für den mancherorts sprichwörtlich ins Wasser gefallenen Sommer liegt im Trog Mitteleuropa.

Regen im Sommer nicht ungewöhnlich

Wenn Meteorologen von Einer Troglage sprechen, meinen sie eine bestimmte Großwetterlage. Grundvoraussetzung ist ein großes Gebiet, in dem ein relativ geringer atmosphärischer Luftdruck vorherrscht. Es wird zwischen Boden- und Höhentrog unterschieden. Zu Letzterem zählt der Trog Mitteleuropa. Der Jetstream wird dabei ausgebeult und verursacht Tiefdruckgebiete. Solche vom Trog Mitteleuropa entstandenen Tiefs waren für die Unwetter der letzten Tage verantwortlich.

Über den sehr nassen Sommer hatte unter anderem die Süddeutsche Zeitung am 26. Juli berichtet. Demnach seien Troglagen im Sommer nichts Ungewöhnliches. Sie kämmen alle zwei, drei Jahre vor und verursachten hierzulande regenreiche Sommer. Auffällig sind allerdings die heftigen Starkregenfälle. Dass sich an einem Tag in kürzester Zeit so viele Regenmassen auf einen Schlag ergießen, beschäftigt die Wissenschaftler des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Zunahme von Starkregen

Ein Zusammenhang mit dem Klimawandel liegt nahe, muss aber noch über einen längeren Zeitraum hinweg erforscht werden. „Exakt nachweisen kann man das noch nicht, weil der DWD erst seit 15 Jahren Starkregenfälle erfassen und aufzeichnen kann. Diese Daten zeigen zwar eine Zunahme, aber um von einem eindeutigen Klimatrend zu sprechen, wären Messwerte aus 30 Jahren nötig“, erläutert die Süddeutsche Zeitung.

Die Forscher denken, dass die Zahl der starkregenfälle weiterhin zunehmen wird. Das hängt zum einen damit zusammen, dass aufgrund der Erderwärmung die Luftfeuchtigkeit steigt; warme Luft kann mehr Wasser speichern als kalte. Zum anderen bedingt der Klimawandel eine deutliche Erwärmung der Arktis. Dies führt nicht nur zum befürchteten abschmelzen des Polareises, sondern hat direkte Auswirkungen auf den Jetstream. Die Folge: Tiefdruckgebiete setzen sich fest und verursachen wie im südlichen Niedersachsen Starkregenfällen und Überschwemmungen.

Bildquelle: Fotolia
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