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Kleine Geschichte des Datenschutzes

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Eine der wichtigsten Grundlagen eines demokratischen Rechtsstaates bildet der Datenschutz. Auch wenn in Zeiten von Facebook und Co viele Menschen dazu neigen, ihre Daten und ihr Privatleben öffentlich zur Schau zu stellen („ich habe nichts zu verbergen”), ist der Schutz der eigenen Daten Teil des Persönlichkeitsrechts und damit von großer Bedeutung für die Freiheit jedes einzelnen Bürgers.

Ursprünge im Mittelalter

Der Datenschutz besitzt tatsächlich eine lange Tradition. Seine Wurzeln liegen im Mittelalter. Als das wohl ältestes Datenschutzgesetz der Welt gilt das Beichtgeheimnis der römisch-katholischen Kirche. Von April 1213 bis November 1215 tagte das von Papst Innozenz III. einberufene Vierte Laterankonzil. Die von den Kardinälen während des Konzils beschlossenen Canones wurden damals im Kirchenrecht verankert.

Die zu Beginn des 136. Jahrhunderts behandelten Themen waren vielfältig. Einige bestätigen mitunter unser Bild vom „dunklen Mittelalter”, da das Konzil unter anderem Beschlüsse fasste, die Andersgläubige verfolgte: Die Praktiken der Katharer wurden angegriffen, Häretiker als Ketzer gebrandmarkt. Doch es gab auch für das 13. Jahrhundert fortschrittlich anmutende Beschlüsse. So wurde im 21. Canon das Beichtgeheimnis geregelt. Jedem erwachsenen Christen wurde geboten, wenigstens einmal im Jahr zu beichten. Das Gebeichtete sollte geheim bleiben. Die Beichte wurde kirchenrechtlich geschützt. Priester, die dagegen verstießen, drohte eine lebenslange Klosterhaft.

Bundesdatenschutzgesetz

Im Laufe der Zeit ist die Welt komplexer geworden. Die Persönlichkeitsrechte sind – gerade in modernen Demokratien – umfassender geworden und gehen über das im Jahr 1215 beschlossene Beichtgeheimnis weit hinaus. Der Datenschutz wird in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich geregelt. Einiges ist Bundes-, anderes Ländersache. Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) formuliert seinen Sinn im Ersten Abschnitt, § 1 wie folgt: „Zweck dieses Gesetzes ist es, den Einzelnen davor zu schützen, dass er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird.”

Wichtige persönliche Daten, die durch das BDSG geschützt werden, sind die Telefonnummer, die E-Mail-Adresse und die IP-Adresse. In § 5 heißt es: „Den bei der Datenverarbeitung beschäftigten Personen ist untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen (Datengeheimnis).” Doch nicht nur Daten werden geschützt, sondern auch Inhalte. Das Postgeheimnis wird aber nicht im BDSG geregelt, sondern im Grundgesetz, Artikel 10. Hier heißt es: „Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.” Eingeschränkt wird es nur dann, wenn die freiheitlich demokratische Grundordnung auf dem Spiel steht.

KLIMAGRIFF® und Datenschutz

Auch beim KLIMAGRIFF® spielt der Datenschutz eine Rolle. Der Lüftungsassistent kann nur vor Ort – also in der Wohnung, direkt am Fenster – ausgelesen werden. In Auslesen der Daten von außerhalb ist nicht möglich.


Bildquelle: Fotolia
Urheber: Jörg Hackemann


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